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Wie viel Risiko steckt im Trading?

Der Börsenhandel wird immer beliebter. Gleichzeitig steigt die Anzahl derjenigen, die sich für Trading interessieren und als Privatanleger bzw. Kleinanleger den Start an der Börse wagen. Doch ist Trading wirklich ein Gewinn oder birgt es zu viel Risiko für Menschen, die keinen Finanzhintergrund haben? Wir schauen uns die zwei Seiten des Tradings genauer an.

Wie spekulativ ist Trading wirklich?

Trading wird oftmals mit Glücksspiel gleichgesetzt. Kursverläufe lassen sich nicht vorhersagen und in die Glaskugel können wir auch noch nicht schauen. Es ist jedoch durchaus möglich, in Trading mehr als spekulativen Handel zu sehen. Dank technischer sowie fundamentaler Analysen ist es möglich, Trading auch strategisch anzugehen. Das würde gegen den spekulativen Charakter des Tradings stimmen. Tatsächlich stimmen beide Aussagen: Trading ist strategisch, aber auch spekulativ. Wer sich mit den Finanzmärkten auskennt, regelmäßig Chartanalysen durchführt und kontinuierlich die Marktnachrichten beobachtet, kann das eigene Risiko beträchtlich minimieren. Ein Restrisiko bleibt jedoch immer.

Das eigene Risikomanagement aufbauen

In diesem Zuge ist es für Trader sehr wichtig, Zeit in das eigene Risikomanagement zu stecken. Der erste Schritt hierfür ist zu schauen, welche Summe für das Trading infrage kommt. Hier sollte immer im Auge behalten werden, dass theoretisch das gesamte Geld verspekuliert werden könnte. Gleichwohl sollte im Risikomanagement auch Beachtung finden, welche Möglichkeiten es gibt, um das Risiko zu minimieren und somit einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals zu vermeiden. Im Folgenden gehen wir näher darauf ein, wie Sie Ihr Risikomanagement aufbauen können.

Portfolio diversifizieren

Ein diversifiziertes Portfolio ist maßgeblich, um ein stabiles und wachsendes Portfolio zu erreichen. Nur in einen Markt, eine Branche oder ein Finanzinstrument zu investieren, kann dazu führen, dass in schwachen Marktphasen das eigene Portfolio zusammenbricht und im roten Bereich notiert. Es ist daher sinnvoll, das eigene Portfolio so vielfältig wie möglich aufzubauen. Investieren Sie beispielsweise in ETFs, sollten Sie in fünf bis neun ETFs gleichzeitig investieren, um Schwankungen auszugleichen.

Gleiches gilt für Aktien. Wer in diese investiert, sollte auch in mehrere Unternehmen investieren, da andernfalls das Risiko zu hoch ist. Das Schöne: Sie können Schwankungen auch mit anderen Finanzinstrumenten ausgleichen. Nehmen wir hierfür das Beispiel, dass Sie zurzeit in eine Apple Aktie investieren, da diese Ihnen beim letzten Börsenstammtisch empfohlen wurde. Fällt der Kurs, sollten Sie nicht direkt verkaufen.

Sie können auch den eigenen Verlust ausgleichen, indem Sie auf die gleiche Aktie eine CFD Position oder Optionen Position eröffnen. Beide Anlageklassen sind im Gegensatz zu einer Aktie auf einen kurzfristigen Handel ausgelegt. So können Sie während fallender Kurse der Aktie mit CFDs oder Optionen auf fallende Kurse setzen und gleichen so die Verluste der Aktie aus.

Anlageklassen auf eigenes Risikoprofil anpassen

Es ist entsprechend unabdingbar, die Anlageklassen auf das eigene Risikoprofil anzupassen. Während ETFs, Fonds und Anleihen sich für risikoscheue Trader anbieten, bevorzugen spekulative Trader Anlageklassen wie CFDs, Optionen und Binary Options. Sie bieten den Vorteil, dass sowohl auf steigende und fallende Kurse gesetzt werden kann. Hier wird also kein Vermögenswert gekauft, sondern das Recht, eine Position auf den Vermögenswert auszuüben.

Orderzusätze nutzen

Natürlich lauern auch hier Gefahren, dass sich Trader verschätzen und Verluste einfahren. Das geht bei kurzfristigen Trades noch schneller als bei langfristigen Handelsstrategien. Orderzusätze können im Orderprozess ausgeübt werden, um das eigene Risiko zu minimieren. Der bekannteste Orderzusatz ist der Stop Loss. Dieser Orderarzt schützt Sie vor einem Totalverlust, da die Trades nach unten hin gedeckelt sind. Sobald der Kurs die Schwelle des Stop Loss überschritten hat, wird die Position verkauft. Das schützt vor einem Totalverlust.

Ihre Trades können Sie somit risikosicher mit passenden Tools und Strategien untersetzen. Risikoreich und auch spekulativ ist das Trading dennoch. Ein gutes Wissen über die Finanzmärkte sowie eine stetige Betrachtung der Kurse können jedoch dazu beitragen, das Risiko so minimal wie möglich zu halten.

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