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Der Familienname Hall
Sowohl in Bassermann, "Das große Buch der Familiennamen" als auch in DTV-Atlas Namenskunde
ist HALL als eigenständiger Name nicht erwähnt. Vielmehr wird auf den Namen HALLER eingegangen.
Nach DTV leitet sich der Name Haller von der Bodenbeschaffenheit, hier Halde, ab.
Bei Bassermann wird der Name vom Ortsnamen Hall , Halle abgeleitet.
Außerdem kann er als Übername zum mittelhochdeutschen haller (Heller) gesehen werden. Heller soll 1278 erstmals erwähnt worden und sich 1378 zu Haller umgewandelt haben und wird oft als Hinweis auf den in Schwäbisch Hall geprägten Heller gesehen.
In Josef Karlmann Brechenmachers Deutsche Sippennamen Teil II H bis l heißt es
"Hall(er)häufig, Ortsname Hall. Der alte Münzname mhdhaller =Heller kommt kaum in Frage, da schon 1200 Bernherus dictus Haller: WUB II, 337 die Heller aber erst seit 1208 nachweisbar sind.
Auffallend ist, dass der Name auch im englischsprachigen Raum sehr häufig anzutreffen ist.
Die Ableitung vom Ortsnamen Hall scheint nicht zuletzt aufgrund der vielen Ortschaften mit Namen Hall wahrscheinlicher.
Ortschaften mit dem Namen Hall sind neben Deutschland besonders häufig im österreichischen Raum zu finden, z.B.
Schwäbisch HALL HALL in Tirol Kurort Bad HALL Gemeinde HALL, Steiermark
Die in meinem Stammbaum vorkommenden Hall stammen aus dem Raum Donaueschingen / Baden-Württemberg. Sie lassen sich auf Fidelis Hall, Cürassier im Fürstlich Fürstenbergischen Regiment, zurückführen. Besonders viele Familien Hall gibt es heute in Aasen bei Donaueschingen.

In den Militaria-Akten des Fürstlich Fürstenbergischen Archivs in Donauschingen finden sich in den ersten überprüften Jahren ab 1757 keine Hall bei den Armeeangehörigen. Im Jahr 1762 findet sich der erste Hinweis auf Fidelis Hall (Quelle: Militaria 1761-1763) Zeitgleich werden weitere Personen mit dem Namen Hall in den Armeelisten geführt. Ein Zusammenhang kann nicht ausgeschlossen werden. Fidelis Hall 1762/1763 stationiert in Mößkirch (Meßkirch) (Quelle: Militaria 1763-1765) April 1763 Fidels Hall in Donaueschingen, Meßkircher Kontingent 7.8.1763 Reither Coprs Grenadier, Baar 24.12.1766 Reither Hall zu Möhringen Quelle FF Archiv, Miltaria 1757-1763, 2. Packen Die Ehe wurde am 10. Mai 1764 in Donaueschingen geschlossen Quelle: Ehebuch Band II , Jahr 1764, Seite 450 - mit besonderem Dank an Herrn Pfarrer Karl-Heinz Stadelmann Mathäus Hall, 1762/163 Grenadier im Laßbergschen Regiment in Stühlingen 1768/1769 in Engen stationiert (Quelle: FF Archiv, Personalakte Hall) Josef Hall, 1763 Grenadier im Laßbergschen Regiment in Stühlingen 1763/1768 in Engen stationiert (Quelle: Militaria 1757-1763) Joseph Hall , von Aasen gebürtig, 1768 Reitherkontingent Regiment Carl Schorer zu Engen 11.1.1768 Heiratsbewilligung (Quelle: Militaria 1757-1763) Michael Hall 26.3.1763 Grenadier 11.4.1763 Möhringen 19.4.1763 Designation von Landeck

Quelle: FF Archiv, Militaria 1757-1763
Möglicherweise ist die ein Hinweis auf die Herkunft oder zumindest eine Verbindung der Hall nach Landeck evtl. Landeck in Tirol ? Dies würde zumindest bedeuten, dass an deroft zitierten, selten belegten Herkunft einzelner Familien im Schwarzwald aus dem österreichischen Raum tatsächliche geschichtliche Begebenheiten zugrunde liegen und sind somit von den im Rahmen der "Geschichtsglätzung" im 3. Reich propagierten "Heim-ins Reich-Theorie" zu trennen. Erzählungsweise sollen ja auch die Schwarzwälder Familie Dilger aus dem Tiroler Raum stammen. Carl Hall 30.1.1767 Sattler
Franz Hall 1788 Reiter in Trochtelfingen (Quelle. FF Archiv, Personalakte Hall) wird wegen Schwängerung der Johanna Martin, Tochter von Elisabeth Heizelmännin öffentlich mit dem Stock bestraft.
Bemerkenswert ist hier die Verbindung zu Heizelmann - siehe auch Anna Heizelmann, geb. 4.1.1871 (meiner Urgorßmutter) deren Vorfahren nach Steinhilben führen. In der väterlichen Linie finden sich mehrere Heinzelmann aus dem Raum Trochtelfingen, höchstwahrscheinlich eine geografische Namensethymologie.
Johann Hall, 1789 -1799 Grenadier, bittet um Schuldenbezahlung, da er nach 15 jährigem Dienst 16 Monat lang Doctor und Barbier gebraucht und nur das "ailhondsche Pulver" ihm Linderung verschafft. (Quelle: FF Archiv, Personalakte Hall)
Folgenden Hinweis erhielt ich von Hans-Joachim Hall, Villingen:
Die Hall`schen Linien wurden vor Jahren von Frau Unruh erforscht. Sie führte den Familienstamm aus Halle an der Saale kommend zurück. Von dort lassen sich die Vorfahren nach England mit abweichenden Schreibweisen Hall, Halle .. auf Henricus Hall, erwähnt 1521 und seinen Sohn Henricus Hall, erwähnt 1559 zurückführen. Eine weitere Linie in England geht auf Robert Hall noch weiter zurück.
In Baarener Raum spaltet sich diese Linie Hall unter Gallus Hall um 1745 ind ie drei Stämme Hall in Hochemmingen, Hall in Donaueschingen und Hall in Aasen.
Hans Joachim Hall stammt von der Aasener Linie via: >> Gallus Hall >> Josephus Hall >> Domenicus Hall oo 1746 Marbara Mederin.
Wer kennt die Forschung von Frau Unruh und kann mir die Ergebnisse mitteilen ?
Bislang liegt ein Nachweis der Verbindung zwischen meinem Stamm und der beschriebenen Linie nicht vor. Vom Alter her wäre denkbar , dass Fidelis Hall X Magdalena Rebmann Sohn von Gallus Hall ist. Hierbei handelt es sich jedoch um eine genealogisch nicht belegte, reine Vermutung.
Verbreitung des Namens Hall in Deutschland grafisch dargestellt mit GEOGEN
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